Bergbauroute

Bergbauroute

Schon im Mittelalter erschienen im Riesengebirge die ersten Schatzsucher, die hierher vom Westen und Süden Europas kamen. Unabhängig von ihrer Herkunft wurden sie Wallonen bezeichnet. Im 12. Jahrhundert soll ein legendärerer Wallone, Laurentius Angelus, reiche Vorkommen der Eisenerze im benachbarten Schmiedeberg (heute Kowary) entdeckt haben.

Reiche Vorkommen der wertvollen Erze und Edelsteine lockten immer mehrere Bergleute, Abenteurer und einfache Krakeeler. Beschreibungen ihrer Wanderungen im Riesengebirge und der Wege, die zu den unterirdischen Schätzen führten, stellen die mittelalterlichen Wallonischen Bücher dar. Dort sind u. a. Beschreibungen der damaligen Wege zum Tal von Łomniczka (Melzergrundtal), Sowia Dolina (Eulengrund), Kocioł Łomniczki (Melzergrund), Biały Jar (Seifengrube) oder Kocioł Wielkiego Stawu (Kessel des Großen Teichs) und Kocioł Małego Stawu (Kessel des kleinen Teichs) zu finden.
Im 16. Jahrhundert versuchte man im Riesengebirge das Schatzsuchfieber zu bekämpfen, deswegen fingen die Besitzer der hiesigen Gebiete an, spezielle Erlaubnisse für Such- und Bergbauarbeiten auszustellen.

Um die Wende des 18. und 19. Jahrhunderts fand die rasanteste Entwicklung des Bergbaus am Fuße von der Schneekoppe (Śnieżka) statt. Die in Płóczki (Querseiffen), Krummhübel, Sowia Dolina (Eulengrund) und Kocioł Łomniczki (Melzergrund) geführten Bergbauarbeiten hatten ein breites Ausmaß. Auf dem Gebiet der heutigen Stadt entstanden einige Minen. Manche Stollen reichten 90 oder sogar 300 m tief in die Hügel. Tätig waren drei Gewerke, also Organisationen, die den heutigen städtischen Handwerkszünften ähnlich waren. Ein Gewerke war ein freier Mensch, der Recht auf Suchen und Abbauen der Erze hatte und zu schwereren Arbeiten andere Arbeiter anstellen konnte. In dieser Zeit förderte man auf dem Gebiet des heutigen Karpacz vor allem Bleierz und Silber.

Man fing an, in Sowia Dolina (Eulengrund) massenweise Granate zu fördern, die wie ein Magnet zahlreiche Touristengruppen in diese Ecke anlockten, die von der Schneekoppe über Czarny Grzbiet (Riesenkamm) herunterstiegen. Die erste Erwähnung der hiesigen Granatminen stammt aus dem Jahre 1703.

In einem Werk aus dem 18. Jahrhundert über Mineralvorkommen in Niederschlesien werden Minerallagerungen in Eulengrund erwähnt. Über Wilcza Poręba (Wolfshau) am Hang von Czarna Kopa (Schwarze Koppe) konnte man Kupfer-, Silber- und Zinnerz, sowie große Mengen von Eisenerz finden.

Diese Stelle nannte man einst "Schwarze Klippe".

Die Minen entstanden in diesem Teil von Karpacz bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der Zeit um 1882 versuchte man hier Arsen, Kobalt, Kupfer und Silber zu fördern. Jedoch der einige Jahre andauernde Abbau erwies sich als wenig bezahlbar und alle Minen wurden geschlossen.

Bis zu unserer Zeit blieben die Spuren der Bergbauarbeiten in Wilcza Poręba (Wolfshau) in der Umgebung von Krucze Skały (Rabenstein) erhalten. Ein gewisser Gottfried Exner soll im Jahre 1788 oder 1790 zwei Kaolinminen gegründet haben. Das abgebaute Material wurde in den Berliner Manufakturen genutzt. Man sagte, dass der Besitzer für eine Tonne des zur preußischen Hauptstadt gelieferten Kaolins, das zur Porzellanherstellung nötig war, sogar 20 Franken in Gold bekommen konnte.

Das erste schriftliche offizielle Dokument, das die Tätigkeit der Minen in Krummhübel bestätigt, ist eine kurze Notiz vom 8. Oktober 1713, die sich einst in der Königlichen Staatsbibliothek zu Breslau befand. Daraus geht hervor, dass 1712 in „Cromhübel und Plagnitz“ (also heutigem Karpacz) eine Silbermine in Betrieb gesetzt wurde.

Das ganze 18. und die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts lang waren in der Nähe von Karpatka (Heidelberg), Strzelec (Schützenberg), Księża Góra (Pfaffenberg), Biały Jar (Seifengrube) und Kocioł Łomniczki (Melzergrund) kleinere und größere Stollen tätig. Das gewonnene Erz lieferte man dann meistens nach Kupferberg (Miedzianka), wo es weiter bearbeitet wurde.

Die letzten Bergbauarbeiten wurden in Karpacz in den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts geführt, als man in Sowia Dolina (Eulengrund) eher erfolglos nach Uranerz suchte.

Viele Spuren der Bergbauarbeiten, die vor Jahrhunderten auf dem Gebiet von Karpacz geführt wurden, sind schon von Menschen und Zeit völlig verwischt.

DIE BERGBAUROUTE, die mit dreizehn Steinwegweisern mit gehauenen Zeichnungen von Hammer und Spitzhacke markiert ist, zeigt einen Teil der Geschichte von Riesengebirge, die mit Bergbautraditionen von Karpacz verbunden ist.
Während eines Spaziergangs auf der Bergbauroute kann man gemeißelte Grenzkreuze, die Abbaugrundstücke markierten, und Halden des abgebauten Materials finden. Man kann Überreste der mittelalterlichen Goldwäscherei oder auch Stollen in Krucze Skały (Rabenstein) finden und die geologische Vergangenheit dieser Gebiete dank dem didaktischen Pfad kennen lernen. Interessante Exemplare der Sudetensteine wurden gesammelt und Anbrüche der Hornfelsen präsentiert.

Dank Bergbauroute wurde der kürzeste Weg zwischen Osiedle Skalne und Zentrum von Karpacz (Krummhübel) markiert.

Interaktywny przewodnik został wykonany w ramach projektu wspólfinansowanego przez Unię Europejską ze śodków Europejskiego Funduszu Rozwoju Regionalnego w ramach Programu Operacyjnego Współpracy Transgranicznej Republika Czeska - Rzeczpospolita Polska 2007-2013.